Nun liegen von der Pressestelle der Stadt Eschborn, in Zusammenarbeit mit der Feuerwehr, die gesammelten Informationen vor, die das weiße bis beige Bachwasser am vergangenen Donnerstag und Sonntag näher erklären.
Demnach hatte eine Übung der Eschborner Feuerwehr im Notfallzentrum mit Löschschaum und Entschäumungsmittel zur Trübung geführt. Diese Wassermischung ist in einen sogenannten „Grauwasserkanal“ gelangt und damit letztendlich in den Westerbach.
Die Stadtverwaltung will prüfen, wie so was zukünftig verhindert werden kann. Ein Zusammenhang mit dem Wasserrohrbruch im Bereich der Oberortstraße am Sonntag könne ausgeschlossen werden.
Zur Frage der Umwelt- oder gar Gesundheitsgefährdung der eingesetzten Substanzen schreibt die städtische Internet-Redakteurin Lisa Hopfgarten:
„Nach fachlicher Einschätzung zweier Fachberater beeinflusst der Löschschaum laut Herstellerangaben die Umwelt nicht negativ. Das verwendete Mittel ist sehr gut in Wasser löslich. Auch das Entschäumungsmittel löst aufgrund seiner Eigenschaften. Ein Auffangen oder Binden der Stoffe war somit nicht möglich oder notwendig. Die Mengen, die in den Bach geraten sind, waren zudem absolut und im Verhältnis zur fließenden Wassermenge so gering, dass sehr zeitnah eine Verdünnung zu einer unbedenklichen Substanzkonzentration erfolgte.“
Der durch den Regen erhöhte Wasserstand im Kanal unter der Unterortstraße, hatte am Sonntagvormittag die Reste ausgespült.
Die nicht immer ganz durchsichtigen Eschborner „Kanalverhältnisse“ sorgten in den letzten Jahren bereits mehrmals für Überraschungen, inklusive Heizöl-Krimi.