Gegen Mittag warnte eine Eschborner Bürgerin andere Hundebesitzer auf Facebook, dass im Unterort das Bachwasser schäume, trübe sei und chemisch rieche. Eine sofortige Nachschau bestätigte die Angaben (siehe Fotos).
Die Feuerwehr war mit kleiner Besatzung vor Ort. Da im Oberort und durch die Glasscheiben des unterirdisch geführten Bachlaufs in der Unterortstraße keine Wasserverfärbung zu sehen war, ließ sich der Ort der mutmaßlichen Einleitung für jeden Beobachter eingrenzen.

Im weiteren Verlauf der Ereignisse kamen Mitarbeiter des städtischen Tiefbauamts zum Westerbach und berieten sich mit den Feuerwehrleuten. Diese hatten inzwischen Barrieren angelegt, wie sie auch bei Ölunfällen zum Einsatz kommen.

Das Umweltkommissariat der regionalen Kriminalinspektion in Sulzbach hatte zu diesem Zeitpunkt noch keine Kenntnis von einem Vorfall in Eschborn. Im weiteren Verlauf des Nachmittags sagte die Pressesprecherin der Stadt Eschborn, Lisa Hopfgarten, auf Nachfrage, es seien Proben entnommen worden, der Fall sei noch nicht geklärt und weiter unter Beobachtung. Bei der Frage nach dem Namen der Substanz hieß es: „Es ist nichts Dramatisches.“
Auch eine Nachfrage bei der zuständigen Umweltbehörde im Landratsamt brachte keine Erkenntnisse zum genauen Namen. Und ebenfalls der Rückruf der Kriminalpolizei bestätigte zwar die vorhergehenden Angaben zur angeblichen Ungefährlichkeit „laut Datenblatt“, aber ein konkreter Name der Substanz war auch hier nicht zu erfahren.
Weitere spannende, bislang ungeklärte Fragen sind, wer – wie – wo eine offensichtlich größere Menge an Chemikalien in den unterirdischen Abschnitt des Westerbachs eingeleitet hat?

Der Vorfall erinnert an den Eschborner Heizölkrimi im Mai 2018, dessen abschließende behördliche Aufklärung im Sande verlief.
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