Umweltbehörde setzt auf bakteriellen Abbau der Ölreste

Bislang war noch offen wie das Amt für Bauen und Umwelt des Main-Taunus-Kreises die Ölverschmutzung am und im Westerbach beurteilt.

Hier nun die Antwort, übermittelt durch den Pressesprecher Dr. Johannes Latsch:

„Wir haben den Westerbach in Augenschein genommen; dort wurde an drei Stellen ein Geruch festgestellt, der auf einen Heizölfilm auf dem Boden hindeutet. Heizöl wird bakteriell abgebaut. Es ist nicht davon auszugehen, dass es dort versickert.

Öl ist leichter als Wasser. Das Öl kam nur in den Bereichen mit dem Boden in Kontakt, an denen der Wasserspiegel diesen berührte. Es blieb also allenfalls Öl am Boden haften. Wäre das Öl langsam und stetig auf immer wieder die gleiche Stelle Boden getropft, hätten wir einen anderen Fall. Öl haftet an Stoffen (wie andere Flüssigkeiten auch) und versickert nicht unendlich weit. Daher hängt es von Ölvolumen pro Fläche ab, wie weit es versickert. Die Fläche, die betroffen sein könnte, ist groß, die Menge von Öl aber klein; zudem ist der Boden dort wassergesättigt – und Öl ist leichter als Wasser, bleibt also oben.

Der Abschnitt wird weiter beobachtet, um festzustellen, wie es sich entwickelt. Aus umweltfachlicher Sicht sind weitere Maßnahmen nicht sinnvoll. Ein Eingriff wäre schädlicher als noch vorhandene Heizölreste. Die Bedingungen für den natürlichen bakteriellen Abbau des Heizöls sind gut. Die geringen verbliebenen Reste sind nach bisherigen Erkenntnissen keine Gefahr für den Bach.“

Zur Ölmenge bleibt anzumerken, dass bislang nicht geklärt ist, seit wann bereits Heizöl illegal vom Abwasser- in den Regenwasserkanal und damit in den Westerbach gelangen konnte.