Einweihung, Fest der Kulturen und Familienerlebnis sind Schlagworte, die den „Interkulturellen Aktionstag“ in Eschborn beschreiben. Eine Personengruppe war allerdings zahlenmäßig unterrepräsentiert.
Es dauerte, bis sich am späten Samstagvormittag die Veranstaltungsbereiche in und um das bisherige Jugendzentrum mit Besuchern füllten. Aber als die Musik- und Tanzdarbietungen losgingen standen die Menschen irgendwann auf Tuchfühlung vor der Bühne. Quasi die Generalprobe für das eigene Immunsystem vor der Herbst- und Wintersaison.
Die Freunde und Familienangehörigen der Akteure kamen in großer Schar und die in der Flüchtlingshilfe Engagierten. Die Eschborner Bürger allerdings, die sonst bei Festen so zahlreich sind, hatten an diesem Tag scheinbar überwiegend andere terminliche Verpflichtungen. Gleiches galt für viele städtische Mandatsträger und Parteivertreter.
Offizielle Begrüßung
„Ich bin schwer beeindruckt davon, was sowohl die Vertreterinnen der Stadt Eschborn, aber vielmehr die vielen Ehrenamtlich und in der interkulturellen Arbeit Engagierten hier gemeinsam zusammen gebracht haben. Und ich freue mich wirklich auf diesen schönen Tag.“, sagte die Erste Stadträtin Bärbel Grade zum Festauftakt.
Die Eröffnung des Aktionstags war gleichzeitig die offizielle Umwidmung des ehemaligen Jugendzentrums in das „Interkulturelle Haus Eschborn“. Diese Zwischennutzung gilt rund ein Jahr, bis zum Umbau in ein Vereins- und Kulturhaus.
Das Repair Café zog bereits im letzten Jahr in den historischen Gebäudekomplex in der Jahnstraße um. Nun finden dort auch das „Café Amica“, der Treff für Geflüchtete, und die Deutschkurse statt.
Die Freunde der internationalen Küche kamen im Innenhof auf ihre Kosten. Beim interkulturellen Foodfestival gab es von herzhaft über scharf bis zu süß eine unglaubliche Auswahl an Speisen. Auf dem Weg zwischen Showbühne und kulinarischer Meile musste man aufpassen nicht „angefahren“ zu werden. Der Abenteuerspielplatz Riederwald brachte allerlei Roller, Kettcars und Spielgeräte mit, so dass die vielen kleinen Besucher in ungebremster Aktion waren.
Das Wetter bescherte einen milden Spätsommertag und so bleiben viele Erinnerungen an dieses Event, festgehalten auf zahlreichen Videos und Fotos. Wo Stimmung ist, da ragen überall die Hände mit Mobiltelefonen in die Luft.















