Erst Helau, dann viel Tatütata – Eine vorläufige Einsatzbilanz

Nachdem am Samstag der Fastnachtsumzug von Niederhöchstadt nach Eschborn gerollt war, kam es im weiteren Verlauf des späteren Nachmittags und Abends zu mehreren Polizeieinsätzen.

Kurz nach 17 Uhr machte ein 23-jähriger Mann den Einsatzauftakt mit der Beleidigung des Fahrdienstleiters am Niederhöchstädter Bahnhof. Die angeforderten Polizeibeamten wurden ebenfalls beschimpft und so nahmen sie den Mann in Gewahrsam.

Schlägerei Nr. 1

Wenig später gerieten mehrere Jugendliche, ebenfalls in der Steinbacher Straße, in Streit miteinander. Dieser eskalierte und mündete in eine Schlägerei. Um 17:13 Uhr trafen die ersten von insgesamt sechs Streifenwagen ein, um die Auseinandersetzung zu beenden. Nach Polizeiangaben gab es zwei leicht verletzte Personen.  Zeugen sprachen nach unbestätigten Angaben von vier Rettungswagen am Einsatzort.

Die ersten Fragezeichen

Eine angebliche Festnahme in der Unterortstraße, die sich zwischen 16:45 Uhr und 17:15 Uhr ereignet haben soll, konnte Polizeisprecher Johannes Neumann nicht bestätigen, auch die auf Facebook kolportierte Schlägerei in der Götzenstraße nicht.

Persönliche Dramatik

Weiter ging es um 18:03 Uhr mit einer Suizidankündigung in der Schwalbacher Straße, was einen Polizei- und RTW-Einsatz zur Folge hatte.

Nach 19 Uhr fuhren ca. acht Polizeieinsatzfahrzeuge mit hoher Geschwindigkeit in mehrminütigen Abständen mit Sondersignal die Hauptstraße in Richtung Unterort , auch zu diesem von mehreren Bürgern beobachten Einsatz gäbe es zumindest bislang keinen Bericht im Protokoll, das die Pressestelle des Polizeipräsidiums einsehen kann.

Schlägerei Nr. 2 oder 3?

Der nächste verzeichnete Einsatz ereignete sich um 21:30 Uhr auf dem Rathausplatz. Mehrere Anrufer meldeten der Polizei über 10 Personen, die in eine körperliche Auseinandersetzung verwickelt seien. Als die Einsatzkräfte mit entsprechendem Aufgebot anrückten rannten viele Beteiligte weg.

Die Polizei traf drei Verletzte vor Ort an, die stark alkoholisiert waren, „deutlich über ein Promille“, sagte der Polizeisprecher. Die Geschädigten hatten Platzwunden und Beulen. Ein ca. 20 Jahre alter „Haupttäter“ mit südländischem Erscheinungsbild habe sie mit einem „Cityroller“ (Metallklapproller?) geschlagen, gaben die zwischen 17 und 27 Jahren alten Geschädigten zu Protokoll. Die Polizei hat ein Ermittlungsverfahren eingeleitet.

Am Sonntagmorgen schimmerten die verbliebenen Blutspuren der Beißerei durch den Schnee.

Betrunkener schlägt Rettungssanitäterin

Um 22:45 Uhr kam es in der Hauptstraße, in etwa auf Höhe der Hausnummern 53 und 55, zu einer Beißerei zwischen zwei Hunden. Die Besitzer versuchten die Tiere zu trennen, verletzten sich aber beide an den Händen. Der eintreffende Rettungsdienst wollte helfen, bei dem 47-jährigen Hundebesitzer klappte die Wundversorgung auch problemlos. Der 31-Jährige Hundebesitzer, ebenfalls  Eschborner, griff plötzlich eine Rettungssanitäterin an und schlug ihr grundlos ins Gesicht.

Glücklicherweise wurde die  33-Jährige Mitarbeiterin des ASB nicht ernsthaft verletzt.

Der Mann stand nach Angaben der Polizei, die mit zwei Streifenwagen im Einsatz war, unter Alkoholeinfluss. Gegen den Eschborner läuft nun ein Strafverfahren.

Und wieder Fragezeichen

Kurz nach 23 Uhr leuchtete wieder Blaulicht in den Eschborner Nachthimmel. Ein Streifenwagen und ein RTW rasten vom  Rapp-Kreisel her kommend die Hauptstraße in Richtung Unterort. Auch dieser Einsatz bleibt vorerst unbekannt.