Sichschutzwand an der Unfallstelle im Spessartweg

Tödlicher Unfall beendete den „Eschathlon“ vorzeitig

Nach der zwangsweisen Pandemiepause sollte der Eschborner Halbmarathon am Sonntag ein weiteres Stück Normalität ins Stadtleben zurückbringen. Aber an einer gesperrten Straßeneinmündung kam es zu einem tragischen Ereignis, ein älterer Autofahrer überrollte eine junge Helferin, die als Posten die Läuferstrecke sicherte.

Der 88-jährige Mercedesfahrer wollte gegen 12:05 Uhr aus dem Spessartweg in die gesperrte Rödelheimer Straße einfahren, auf der die Marathonläufer unterwegs waren. Die junge Frankfurterin stoppte den Wagen und erläuterte dem älteren Herren die Lage und das er hier nicht weiterfahren könne. Beim Wendemanöver in der durch parkende Autos beengten Straße kam es zu dem tödlichen Unfall.

Die ehrenamtliche Helferin wurde nach Polizeiangaben von dem Fahrzeug erfasst und überrollt. Die Rettungskräfte konnten nur noch den Tod der jungen Frau feststellen.

Aufgrund dieses tragischen Ereignisses beendeten die Veranstalter sofort den Marathon. Zunächst hieß es für die breite Öffentlichkeit, dass ein technisches Problem vorliegen würde. Im Verlauf des Nachmittags veröffentlichte der Stadtlauf Verein Eschborn e.V. eine Erklärung, in der die Organisatoren ihre Bestürzung zum Ausdruck brachten und den Angehörigen der jungen Frankfurterin jegliche Unterstützung zusicherten.

Da auch die für den Nachmittag angesetzten Kinderläufe entfielen, erhielten die Kleinen trotzdem ihre Medaillen und den Geschenkbeutel.