Die „Konsumentenplätze“ für Drogen haben im Vergleich zum Vorjahr zugenommen. Am Sonntag lief die Fußstreife der Polizei keine 100 Meter an einem jungen Mann vorbei, der sich gerade eine Substanz in einem schmalen Alustreifen über einem kleinen Feuer erhitzte. Der Konsument hatte Glück, er war geschützt durch Buschwerk und befand sich außerhalb des kontrollierten Bereichs.
Reste von Alufolie und sehr kleine Feuerstellen legen den Verdacht nahe, dass hier harte Drogen zubereitet wurden. Klarheit darüber, ob Heroin, Crack oder andere Substanzen geraucht wurden, könnte nur eine Laboruntersuchung bringen.

Das sogenannte „Folie-Rauchen“ ist eine sehr günstige Methode, weil keine weiteren auffälligen Gegenstände, wie z.B. Crackpfeifen, gebraucht werden. Und der hygienische Aspekt gegenüber der intravenösen Methode wird in einschlägigen Internet-Foren hervorgehoben.

Auch Wasserpfeife wird in den Unterwiesen inzwischen häufiger geraucht, das beobachten Spaziergänger, die dort mit ihrem Hund unterwegs sind und es finden sich dazu immer wieder Spuren.
Der Bachweg in den Unterwiesen hat beispielsweise seine Attraktivität als Tummelplatz. Hier an einem lauen Sommerabend von einer Fußstreife der Polizei erwischt zu werden ist sehr unwahrscheinlich. Für Fahrzeuge ist es eine unübersichtliche Sackgasse mit Versteck- und Fluchtmöglichkeiten für Konsumenten und Dealer.