kleiner Hamster wird gefüttert

Hamsterfall: Weitere Zeugen gesucht

Die Kriminalpolizei geht derzeit allen verfügbaren Hinweisen nach, die im Zusammenhang mit dem lebendig entsorgten Hamster in der Hamburger Straße stehen. Das Eschborner Rathaus hingegen hat nicht alle zuständigen Behörden informiert.

Der kleine Hamster konnte nicht ahnen, was sein Überlebenswille letztendlich alles enthüllt. Während das zuständige Fachkommissariat, das unter anderem Verstöße gegen das Tierschutzgesetz bearbeitet, weiter am ermitteln ist, gibt es an anderer Stelle eine Sackgasse.

Die Stadt Eschborn hat zwar wegen der illegalen Müllentsorgung laut einer Rathaussprecherin ein → Ordnungswidrigkeitsverfahren eingeleitet, verweist aber bei den Konsequenzen für den ausgesetzten Hamster auf das Veterinäramt in Hofheim. Dort im Landratsamt ist auf Nachfrage zu erfahren: „Der Fall ist dem Veterinäramt nicht gemeldet worden. Demzufolge wurden auch noch keine Maßnahmen eingeleitet.“

Die Polizei hat keine weiteren Tiere mehr am Tatort gefunden, deshalb ist unklar, was in dem großen Käfig war, der neben dem Hamsterkäfig auf dem Sperrmüllberg lag. Überall waren benutztes Streu und Tierspielsachen drinnen.

Der weggeworfene Bibliotheksausweis, und ein weiterer Name, die sich beide in unmittelbarer Nähe auf einem Briefkasten finden, sind wichtige Ansatzpunkte für die Ermittlungen. Weitere Beobachtungen von Anwohnern und Passanten sind gefragt (→ Tierrettung aus dem Sperrmüllhaufen).

Zeugen werden gebeten sich bei der Polizeidienststelle in Eschborn unter der Rufnummer (06196) 9695-0 zu melden.

Das ist auch zukünftig für Bürger die relevante Nummer nicht nur bei Vorfällen an Samstagabenden, bis das Rathaus die undurchsichtige Erreichbarkeit der Stadtpolizei aufgeklärt hat.

Titelbild von Cindy Parks auf Pixabay