Campingmobile auf dem Eschborner Festplatz

Campingidylle an der Hundewiese


Im Laufe des Mittwochabends richteten sich Familien mit insgesamt neun Wohnmobilen auf dem Eschborner Festplatz in der Hauptstraße ein. Die Fahrzeuge hatten überwiegend Zulassungen aus Großbritannien und zwei polnische Kennzeichen waren auch dabei.

Das ehemalige Festgelände neben der eingezäunten Auslauffläche für Hunde und den Tennisplätzen, wird seit Jahren nur noch als kostenpflichtiger öffentlicher Parkplatz genutzt. Demnach hätten die Camper dort zwar geparkt werden dürfen, das Übernachten in den Fahrzeugen selbst ist aber maximal 10 Stunden erlaubt, zur Wiederherstellung der Fahrtüchtigkeit.

Die Personen saßen am Mittwochabend noch lange auf Campingstühlen draußen und genossen die laue Sommernacht. Auch die Wäsche war zum Trockenen raus gehängt.


Illegale Campingfreunde oder Landfahrer?

Am Donnerstagmorgen zogen sechs der Männer in Arbeitskleidung los ins Stadtgebiet und teilten sich auf. Spätestens jetzt lag der Verdacht nahe, dass es sich um sogenannte Landfahrer handelt, die unterwegs sind, um Handwerksleistungen anzubieten.

Die Landespolizei war nach eigenen Angaben bereits am Mittwochabend vor Ort, um Kontakt zu den Personen aufzunehmen. Wie ein Sprecher auf Nachfrage weiter mitteilte, habe man im Laufe des Donnerstags Präsenz gezeigt. Zu Beobachten waren auch verstärkte Streifenfahrten im Stadtgebiet. Das Ergebnis der polizeilichen Ermittlungen und Feststellungen ist nicht bekannt.

Was die Zuständigkeiten der Ordnungsbehörde der Stadt Eschborn in dem Fall betrifft, steht die Antwort auf die Presseanfrage zu deren Maßnahmen und Ermittlungen noch aus.

Am späten Donnerstagabend parkten nur noch drei Wohnmobile auf dem Platz, das letzte Fahrzeug verließ den Bereich im Laufe des Freitags.

In einer Eschborner Facebook-Gruppe tauchte die Frage auf, ob Eschborn nicht grundsätzlich Stellplätze für legales Camping einrichten sollte. Aber noch ein weiteres Bau- und Verkehrsprojekt, das sich im Bearbeitungsstau hinten einreiht, dürfte derzeit wenig Begeisterung in der Stadtpolitik auslösen.

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