Vor rund drei Monaten brannte sonntagabends die Lagerhalle der ehemaligen Baumschule in den Eschborner Unterwiesen lichterloh. Die abschließenden Ermittlungsergebnisse der Kriminalpolizei zur Brandursache liegen noch nicht vor. Jetzt hat eine Firma mit dem Abriss der Überreste begonnen und dadurch das Regierungspräsidium auf den Plan gerufen.
Heute am frühen Nachmittag nahm ein RP-Mitarbeiter des Bereichs Arbeitsschutz und Umwelt die einsturzgefährdete Brandruine im Fasanenweg in Augenschein. Eigentlich wollte er auf dem Gelände genauere Prüfungen vornehmen, allerdings war das Tor verschlossen.
Die Fachfirma aus Egelsbach, die im Auftrag des Eigentümers die asbesthaltigen Eternitplatten der Lagerhalle entsorgen soll, hat ihre Abrissarbeiten ordnungsgemäß vorher beim RP angemeldet.

Der Inspektor erklärte mir heute vor Ort welche Problemstellen ihm sofort ins Auge fallen. Durch das weitere Zerbrechen der Eternitplatten könne Asbeststaub freigesetzt und durch den Wind entsprechend herum geweht werden. An der Brandruine hängen noch etliche Stücke in mehreren Metern Höhe. Hierfür müsse man ein Gerüst aufbauen, so der Arbeitsschutzexperte, und die Abrissmitarbeiter müssen spezielle Schutzkleidung tragen, weiterhin seien spezielle Planen auszulegen, um die runterfallenden asbesthaltigen Stücke aufzunehmen.
Der RP-Mitarbeiter telefonierte kurz mit der Abrissfirma, die ihm sagte bereits letzte Woche dagewesen zu sein und im Laufe der nächsten Tage weiter arbeiten zu wollen. Der Inspektor machte seine Sicherheitsvorgaben nochmals am Mobiltelefon deutlich, weil die Ruine ihre Besonderheiten habe und man dort nicht einfach wie geplant mit einer Hubbühne arbeiten könne.
In den nächsten Tagen will sich der Eigentümer dazu äußern, was er mit dem Gelände vorhat.