Unbekannte verschafften sich am späten Freitagabend Zugang zu den Räumlichkeiten des koreanischen Elektronikherstellers in Eschborn. Die Polizei berichtet von einem weiteren Einbruch kurz darauf in die Geschäftsräume des Konzerns in Schwalbach.
In Eschborn in der Kölner Straße 12 ist unter anderem die Halbleitersparte von Samsung untergebracht. In Schwalbach am Kronberger Hang Nr. 6 befindet sich die Europazentrale des koreanischen Elektronikkonzerns.
Geht es um Wirtschaftsspionage?
Laut den beiden Polizeimeldungen ist das Diebesgut aus den Eschborner Räumlichkeiten unbekannt, in Schwalbach „wurden mehrere Elektronikartikel entwendet“. Interessant sind auch die angegebenen Tatzeiträume. In der Kölner Straße, im Eschborner Gewerbegebiet Süd, sollen die Täter am 30.06.2017 zwischen 20:25 Uhr und 23:15 Uhr zugeschlagen haben, wenige Kilometer weiter, am Kronberger Hang, ist von einem „gewaltsamen Zutritt“ zwischen 23.30 Uhr und 23:50 Uhr die Rede.
Hatten die Täter Insiderwissen?
Obwohl die Konzernzentrale mit zahlreichen Kameras überwacht wird und rund um die Uhr von einem Sicherheitsdienst besetzt ist, konnten die Täter scheinbar erfolgreich eindringen und wieder unerkannt verschwinden. Dabei sollen sie nach Polizeiangaben einen Schaden von rund 2000 Euro verursacht haben, der Warenwert des Diebesguts steht bislang noch nicht fest.
Merkwürdig
Auf Nachfrage erhielt ich heute die Auskunft vom Sicherheitsdienst vor Ort, dass in die Adresse „Am Kronberger Hang 6“ gar nicht eingebrochen worden sei. Im Polizeibericht heißt es hingegen, dass die Kripo in Hofheim in beiden Fällen ermittelt und Hinweisgeber sucht (Tel. 06192 – 2079 0).
Was ist denn damals aus den rätselhaften Einbrüchen geworden? Würde mich ja doch schon interessieren.