Laptop - Daten

Spionageverdacht

Wenn es nicht auf die elegante Art per Hacking funktioniert, bleibt die brachiale Art des Hardwareklaus, sofern die Daten entsprechend wichtig sind. Der Einbruch in ein Eschborner Bürogebäude am vergangenen Wochenende erfüllt gleich mehrere Kriterien für einen Spionageverdacht.

Irgendwann nachdem der letzte Mitarbeiter am Freitag, den 04.09.2020 gegen 14:45 Uhr die Büros des Geschädigten verließ und Montag, 07:30 Uhr, sollen sich der oder die Täter Zugang über eine Tür im rückwärtigen Bereich des Hochhauses in der Frankfurter Straße verschafft haben. In dem Gebäude hätte es mehrere andere Möglichkeiten gegeben an Wertgegenstände zu gelangen.

Obwohl an mehreren Bürotüren Beschädigungen von insgesamt mehreren tausend Euro entstanden und damit ein gewisses Bewegungsprofil in den Räumen sichtbar wird, fehlten am Ende „nur“ zwei Laptops. Das Hochhaus hat mehrere Mieter, deren Mitarbeiter sich teilweise im Polizeibericht genannten Tatzeitraum im Gebäude befanden. Das grenzt entweder das vermutete Zeitfenster deutlich ein oder die Einbrecher waren Profis, die sich daran nicht störten.

Aus Vertraulichkeitsgründen können an dieser Stelle keine weiteren Angaben zum Geschädigten und den Sicherungsmechanismen gemacht werden.

Ob der Verdacht der Konkurrenz- oder sogar der Wirtschaftsspionage zutrifft, müssen die weiteren Ermittlungen klären. Niemand gibt gerne zu, welche Daten ihm tatsächlich gestohlen wurden.