Einen Tag vor dem Vandalismus an der NO2-Messstation „Esch 2“ hatte eine Mitarbeiterin des Hessischen Landesamts für Naturschutz, Umwelt und Geologie (HLUNG) die Röhrchen im Passivsammler ausgetauscht, so dass die Probe für den Monat April nicht betroffen ist.
„Mit dieser Probe werden die Messungen aller Voraussicht nach abgeschlossen, da ein Jahreskollektiv vorliegt. Eine Wiedererrichtung des zerstörten Messpunkts ist noch offen.“, erklärte Wilma Travnicek auf Nachfrage beim HLUNG.
Im Februar wurden die endgeprüften Messwerte des Jahres 2017 bereits nach Eschborn weitergeleitet und liegen der Stadtpolitik vor. Eine Bewertung und welche Maßnahmen möglicherweise daraus folgen, wird spätestens nach der politischen Sommerpause Thema sein, wenn das gesamte Messergebnis der letzten 12 Monate vorliegt.
Die Messreihe hatte ein Bürger angestoßen, der sich im Hessischen Umweltministerium über die Luftqualität in Eschborn beschwerte. → Dicke Luft in Eschborn
Wie sind die Werte aus der obigen Tabelle einzuordnen?
„Zum Schutz der menschlichen Gesundheit wurde europaweit für Stickstoffdioxid der 1-Stunden-Grenzwert von 200 µg/m3 festgelegt, der nicht öfter als 18-mal im Kalenderjahr überschritten werden darf. Der Jahresgrenzwert beträgt 40 µg/m3. Zum Schutz der Vegetation wird ein kritischer Wert von 30 µg/m3 als Jahresmittelwert verwendet.“
Quelle: www.umweltbundesamt.de/themen/luft/luftschadstoffe/stickstoffoxide
Luftmesswerte in Hessen: www.hlnug.de/themen/luft/luftmesswerte.html
Tagesaktuelle Nachricht zum Thema Luftverschmutzung: EU-Kommission verklagt Deutschland