Autonomes Fahren durch Eschborn

Ob zukünftig die Verkehrsprobleme weniger werden, wenn das Auto von selbst nach Eschborn zum Arbeitsplatz pendelt, muss sich zeigen. Am frühen Mittwochnachmittag jedenfalls war ein Testfahrzeug unterwegs und erregte Aufmerksamkeit.

Auf den ersten Blick sah es so aus, als würden die Straßen für einen Internet-Service fotografiert. Aber irgendwie wirkte der rotierende Metallzylinder auf dem Fahrzeugdach suspekt und sah so gar nicht nach den bekannten Panorama-Kamerakonstruktionen eines bekannten Suchmaschinenanbieters aus. Der dunkle 5er BMW hatte auch keinerlei Beschriftung.

Über das Fahrzeugkennzeichen eröffnete sich ein Ansatzpunkt für die Recherche. Es handelte sich um ein Versuchsfahrzeug der Firma ZF Friedrichshafen AG, vom Standort in Koblenz.

„ZF ist ein weltweit führender Technologiekonzern in der Antriebs- und Fahrwerktechnik sowie der aktiven und passiven Sicherheitstechnik. Das Unternehmen ist mit 137.000 Mitarbeitern an rund 230 Standorten in nahezu 40 Ländern vertreten.“, heißt es in der Selbstbeschreibung auf der Website.

Auf genauere Nachfrage erklärte Pressesprecher Mirko Gutemann, dass das Testfahrzeug einen Laserscanner auf dem Dach hat, ein so genannte „Lidar-Gerät“, mit dem sich zum Beispiel alle Verkehrsschilder automatisch erkennen lassen.

Lidar steht für „Light detection and ranging“ und ist ein Licht Radar, der in der  Sensorik für autonomes Fahren eingesetzt wird.

Damit ist das Rätsel um das Auto  mit der merkwürdigen, großen Blechdose auf dem Dach gelöst.