Heute in den frühen Morgenstunden rückte das SEK zu zwei Wohnungsdurchsuchungen in Frankfurt und Eschborn aus. Die Staatsanwaltschaft Frankfurt am Main ermittelt nach Schüssen am Sonntag gegen zwei Männer, die aus dem Umfeld der „Hells Angels“ stammen sollen.
Wie Oberstaatsanwältin Nadja Niesen auf Nachfrage weiter mitteilt, wird dem 31-jährigen Frankfurter und dem 24-jährigen Eschborner vorgeworfen auf ein geparktes Fahrzeug geschossen zu haben. Der Vorfall ereignete sich am Sonntag in Frankfurt in der Straße „An der Steinmauer“. Die beiden Männer sollen „in gemeinschaftlichem Zusammenwirken mehrere Schüsse aus einer mitgeführten halbautomatischen Pistole abgegeben und dieses dadurch beschädigt haben.“
„Nach bisherigen Erkenntnissen besteht der Verdacht, dass die Tat vor dem Hintergrund begangen wurde, dass die beiden Beschuldigten aus dem Umfeld der Hells Angels MC Charter ‚South West Area‘ stammen“, so die Sprecherin der Staatsanwaltschaft. Der Halter des beschossenen und beschädigten Fahrzeugs sei im Herbst 2017 aus diesem Club ausgeschlossen worden.
In Eschborn fiel der SEK-Einsatz mehreren Bürgern auf, die heute Morgen gegen 07:00 Uhr über die Kreuzung Hauptstraße/Bahnhofstraße fuhren. Viele Fragezeichen tauchten in den sozialen Netzwerken auf, weil niemand wusste was passiert ist.
Die Pressestelle des Polizeipräsidiums Westhessen lieferte auf Nachfrage die Erstinformationen. Da das LKA alle Fälle mit Bezug zum Rocker-Milieu führt, konnte die Pressestelle des Polizeipräsidiums Frankfurt auch nicht weiterhelfen und durfte dies auch nicht, denn Herrin des Ermittlungsverfahrens ist die Staatsanwaltschaft Frankfurt/M und damit auch für weiterführende Auskünfte zuständig.