Weihnachtsmarkt: Offen wie ein Scheunentor

Es ist nichts passiert, so könnte man wohlwollend verkürzt den „Sicherheitsbericht“ zum Eschborner Weihnachtsmarkt zusammenfassen. „Auf Risiko gesetzt“, lautet die Schlagzeile aus kritischer Betrachtung.

Am vergangenen Wochenende waren die vier Zufahrtswege zum vorweihnachtlichen Getümmel auf dem Eschenplatz für jeden offen, wenn man von den Plastikwarnbaken absieht. Hätte jemand mit dem Kleintransporter durch die Menge fahren wollen, keine Barriere hätte ihn aufgehalten.

Freie Zufahrt zum Eschborner Weihnachtsmarkt von der Kreuzung Hauptstraße/Unterortstraße.

Das sogenannte Sicherheitskonzept, nachdem mit versetzt aufgestellten Containern Sperren errichtet werden sollten, wie es im Vorfeld auf Nachfrage aus dem Rathaus hieß, war mit bloßem Auge nicht sichtbar.

Der Blick aus der Neugasse auf das vorweihnachtliche Getummel.

Alternative Wege für Ungeübte

Jetzt könnte man darüber streiten wie gut jemand mit einem Sprinter oder anderen Kastenwagen umgehen können muss, um die Neugasse runter zu fahren und zwischen Traktor und Containern durchzubrettern. Aber das ist Schnee von gestern, die anderen Zufahrten wären selbst für Fahranfänger eine Alternative gewesen.

Aber es ist zum Glück nichts passiert, genau wie auf den anderen Weihnachtsmärkten im Main-Taunus-Kreis, die dieses Jahr bisher stattgefunden haben, bestätigt die Polizei.

IS-Heimkehrer

Und sollte von den nach und nach heimkehrenden Frauen, Kindern und Männern, vor denen der Verfassungsschutz aktuell warnt, auch Eschborn betroffen sein, dann wäre das eine Motivation im nächsten Jahr das vereinbarte Sicherheitskonzept komplett umzusetzen.