Offene Fragen und unbestätigte Hinweise über Fundsachen in der Baustelle zur Erweiterung der Grundschule Süd-West machen seit einer Woche die Runde. Es ist schwer unabhängige Informationen zu erhalten. Nun gibt es weitere Antworten vom Bauherren, dem Main-Taunus-Kreis.
Auf Nachfrage teilte Kreissprecher Dr. Johannes Latsch mit, dass bei den Arbeiten Scherben von Geschirr mit NS-Symbolen und Gegenstände aus amerikanischer Produktion gefunden worden seien. Diese habe die Baufirma zusammen mit Ziegelbruch und sonstigen Bauwerksresten abgefahren.
Auf die spannende Frage zum Thema Asbest sagte der Pressesprecher: „Insgesamt etwa ein Schubkarren mit Wellplatten, die Asbest enthielten, wurde untersucht und fachgerecht entsorgt. Wir haben keine Kenntnisse über nicht fachgerecht entsorgtes Material. Wir stehen mit unseren Baufirmen an dieser und auf anderen Baustellen im Kreis in ständigem Kontakt während der Arbeiten.“
Eine Überprüfung ist nicht mehr möglich, die Fundsachen sind weg. Immerhin ist jetzt belegt wie weit die Gruben der ehemaligen Ziegelei reichten, die als Mülldeponie für gemischtes Allerlei dienten.
Der Hauptteil der alten Deponie liegt nach den Luftbildern von 1945 zu urteilen unter dem heutigen Sportplatz, die Gruben sollen bis zu 12 Meter tief gewesen sein. Was dort alles auf dichtem Lehmboden schlummert bleibt so lange ein Geheimnis, bis jemand nachschaut.