Ode an James

Seit 1962 verzaubert James Bond, der berühmteste Geheimagent der Welt, die Frauenherzen nicht nur auf der Leinwand. Die vier Moneypennies aus Frankfurt bringen diese kribbelnde Mischung aus Anhimmeln und Enttäuschung mit ihrer A cappella Revue „Der Spion, der mich nicht liebte“ auf die Bühne.

Sebastian Jäger spielt und singt den James Bond in dem Fünferensemble. Man merkt ihm an, dass er über den Problemen der vier schmachtenden Sekretärinnen steht. Im echten Leben arbeitet er nicht für einen Nachrichtendienst, sondern im Bereich der Energieversorgung, sagt er zumindest.

Und Jane Moneypenny, die Chefsekretärin des britischen MI6, die in den letzten beiden Bond-Streifen auf den Namen Eve hört? In der A cappella Formation arbeitet sie beim Hörfunk, als hauptberufliche Musikerin, als Marketingleiterin und als Sozialpädagogin.

Der klassische Geschmack überwiegt

Karmen Mikovic, Verena Bachmann, Juliane Schaper und Marion Werner haben sich beim Musizieren kennen gelernt. In dieser Besetzung stehen sie jetzt seit 2014 rund zehn Mal im Jahr gemeinsam auf der Bühne. Alle eint die Begeisterung für die Bond-Filme, alle haben die gesamte Collection zu Hause. Bei der Frage nach dem Lieblings-Bonddarsteller fällt die Antwort einstimmig aus: Sean Connery. Für Sebastian Jäger ist Halle Berry das Bond-Girl Nr. 1.

Verena Bachmann und Juliane Schaper

Und so kommt auch in den Dialogen zwischen den Liedern immer wieder die Eifersucht durch, dass James auf seinen Missionen die blutjungen, schlanken Frauen vernascht, wo doch die reifere Sekretärin im Vorzimmer von „M“, dem Boss des britischen Geheimdienstes, wartet.

Die „Monneypennies“ bieten 90-Minuten lang ein hochwertiges Revue-Programm, mit A cappella Gesang und szenischen Einlagen. Die Arrangements sind alle selbst geschrieben.

Eine Anekdote kann Sebastian Jäger berichten: Bei einem Auftritt der Gruppe während einer Bundestagung der Gleichstellungsbeauftragten, habe das Verhältnis von Frauen und Männern bei 324:1 gelegen. Mehr Hahn im Korb geht nicht, das war bisher nicht einmal dem echten James vergönnt.

Termine für die nächste Geheimdienst-Revue