Follow ups zum Lagerhallenbrand und zum Hakenkreuz-Kritzler

Der asbesthaltige Schutt der abgefackelten Lagerhalle ist längst abgeräumt. Die Fläche ist frei für das neue Projekt.

Vor einem Jahr, es war der 21. Januar, nahm der Sonntag für die ehrenamtlichen Feuerwehrleute aus Eschborn, Niederhöchstadt und Schwalbach keinen gemütlichen Ausklang. Unbekannte Täter hatten die Lagerhalle der ehemaligen Baumschule im Fasanenweg angezündet.

Als die alarmierten Kräfte kurz nach 22:30 Uhr am Tatort eintrafen stand die Halle mit Asbestdach bereits im Vollbrand.

Die Ermittler des LKAs aus Wiesbaden und der Kripo in Hofheim kamen in den folgenden Wochen zu dem Ergebnis, dass es eindeutig Brandstiftung war. Zwei inzwischen 18-jährige Tatverdächtige, einer aus Hochheim und einer Eschborn standen im Fokus der Polizei.

Am 04.01.2019 stellte die Staatsanwaltschaft Frankfurt am Main nun die Ermittlungen ein, da sich der Tatverdacht gegen die beiden Beschuldigten nicht erhärten ließ. Beide jungen Männer bestritten nach Auskunft der Staatsanwaltschaft die Brandstiftung.

Wie die Sprecherin auf Nachfrage weiter mitteilte, seien die Wohnungen der beiden Verdächtigen erfolglos durchsucht worden. Auch die kriminaltechnischen Untersuchungen erbrachten keine weiteren Täterhinweise. „Es sprachen nach Durchführung der Ermittlungen zwar einige Indizien für die Täterschaft der beiden, diese reichten letztlich aber nicht für eine Überführung aus, so dass eine Einstellung zu erfolgen hatte.“, sagte Oberstaatsanwältin Nadja Niesen.

Das Motiv für die Brandstiftung bleibt offen.

Weitere Artikel zu den ungeklärten Ereignissen in den Unterwiesen:

Hakenkreuz-Kritzler konnte nicht dingfest gemacht werden

Insgesamt sechs Strafanzeigen landeten zwischen Juni und Juli 2018 bei der Polizei, weil Hakenkreuze in Sulzbach am Taunus in verschiedene Briefkästen und Türpfosten geritzt wurden.

Obwohl die Geschädigten angaben, dass die verbotenen Symbole immer nach dem Besuch eines Paketzustellers zu finden waren, konnte kein Verdächtige nach Auskunft eines Polizeisprechers überführt werden.


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