Follow-up zur Ölverschmutzung

Regenwasserkanal

Blick in den Regenwasserkanal, der direkt in den Westerbach mündet. Am Mittwochabend war hier immer noch leichter Ölgeruch wahrnehmbar.

Auch am siebten Tag seit dem Auffinden von 1000 Liter Öl im Westerbach steht nach Auskunft der Polizei noch kein Verursacher fest. Die Polizei ist derzeit die einzige verlässliche Informationsquelle, hinter der sich unter anderem Madlen Overdick, die Umweltdezernentin des Main-Taunus-Kreises, wegduckt.

Die hauptamtliche Grüne Kreisbeigeordnete war nicht zu einem Gespräch mit dem Eschborner Stadtreporter bereit. Alle Fragen zur Umweltverschmutzung auf dem Weg, den die ölhaltige Substanz genommen hat, bleiben bislang unbeantwortet.

Pressesprecher Dr. Johannes Latsch erklärte, dass im Landratsamt noch keine Laborergebnisse vorliegen, „sie wurden auch nicht von uns beauftragt, sondern von der Polizei. Von ihnen würden sich auch weitere Maßnahmen ableiten.“ Der Sprecher des Kreises verwies für weitere Fragen dazu auf die Polizei.

Die Polizei hat insgesamt fünf Wasserproben gezogen, aber nicht den Westerbach auf Umweltschäden untersucht und auch keine Erproben in den Uferbereichen genommen. Schließlich ist das Umweltkommissariat K 24 nicht das „Amt für Bauen und Umwelt „, denn das sitzt im Landratsamt und gehört zum Dezernat von Madlen Overdick.

Wie aus dem Eschborner Rathaus inoffiziell zu erfahren war, sei der Fachbereich 5 „Planen und Bauen“ intensiv damit beschäftigt, nach der Quelle für das (vermutliche) Heizöl zu suchen. Dabei sei man in einem Regenrückhaltebecken auf unbekannte Rohre gestoßen.

Um zu erfahren was an der Geschichte dran ist, führt der direkteste Weg zum zuständigen Dezernent. Das ist Adolf Kannengießer. Der wollte sich dazu aber nicht äußern und verwies über seine Sekretärin auf den Bürgermeister, weil es sich hier um einen Fall aus dem Bereich Sicherheit und Ordnung handeln würde.

Wer wissen will woher das Öl genau kommt, das ungehindert in den Westerbach fließen konnte und dessen genaue Zusammensetzung weiterhin nicht offiziell feststeht, guckt bis jetzt in die Röhre.

Der Westerbach in den Unterwiesen im Abendlicht

Weiterhin offene Fragen

Ist die Gefahrenquelle inzwischen beseitigt, oder könnte es jederzeit wieder passieren?

Gibt es Schäden im Ökosystem Westerbach?


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