Mit der U6 in den Helfmann-Park

Bisher endet die U6 an der Heerstraße. Die Schienen reichen aber wesentlich weiter, bis zum Betriebshof der VGF, unmittelbar vor der Eschborner Grenze.

Bisher endet die U6 an der Heerstraße. Die Schienen reichen aber wesentlich weiter, bis zum Betriebshof der VGF, unmittelbar vor der Eschborner Grenze.

Die Verlängerung der U-Bahnlinie 6 von der Heerstraße in Frankfurt–Hausen bis nach Eschborn würde eine deutlich bessere Verkehrsanbindung ermöglichen und zur Entlastung der überfüllten S-Bahnzüge im Berufsverkehr beitragen. Die Gleise für die U-Bahn liegen schon in unmittelbarer Nähe zum Helfmann-Park. Allerdings gibt es noch keine offiziellen Planungen für den Verkehrsanschluss. Bisher sind dies alles nur Gedankenspiele des Autors.

Das tägliche Eschborner Verkehrschaos in den Morgen- und Abendstunden ist vor allem an den lagen Fahrzeugstaus rund um die Gewerbegebiete deutlich sichtbar. Hier sollen verschiedene Baumaßnahmen im Straßenbereich zukünftig Milderung verschaffen.

Allerdings haben die vielen tausend Pendler, die mit der Bahn nach Eschborn kommen, nichts von weiteren Autobahnabfahrten Sie dürfen auch weiterhin ihre tägliche Fahrt nach Eschborn „in vollen Zügen genießen“. Und weil der S-Bahnverkehr schon mit Langzügen in der maximalen Taktfrequenz in Richtung Eschborn fährt, ist an dieser Stellschraube auf absehbare Zeit keine Entlastung möglich. Die viel beredete Regionaltangente für den S-Bahnverkehr liegt noch in weiter Ferne. Welche Alternativen gibt es noch für den Pendlerverkehr?

Ein U-Bahnanschluss für Eschborn

Die Gleise liegen bereits bis zur Kreuzung Heerstraße/Guerickestraße und biegen dann in den Betriebshof. Von hier sind es Luftlinie weniger als 1000 Meter zum Helfmann-Park.

Die Gleise liegen bereits bis zur Kreuzung Heerstraße/Guerickestraße und biegen dann in den Betriebshof. Von hier sind es Luftlinie weniger als 1000 Meter zum Helfmann-Park.

Mit etwa 1000 Meter Schienen ließe sich der Helfmann-Park oberirdisch an das Frankfurter U-Bahnnetz anschließen. Von der derzeitigen Endhaltestelle der U-Bahnlinie 6 an der Kreuzung Heerstraße/Ludwig-Landmann-Straße liegen bereits Schienen samt Oberleitung zum Betriebshof der VGF, kurz vor der Eschborner Gemarkungsgrenze. Eine fast ungenutzte Autobahnbrücke über die A 5 ist ebenfalls vorhanden.

Das Nadelöhr Hauptbahnhof umgehen

Wenn man bedenkt, dass die U6 über die Knotenpunkte Bockenheimer Warte, Hauptwache, Konstablerwache zum Ostbahnhof fährt und dort Anschluss an den Regionalbahnverkehr hat, erschließen sich ganz neue Perspektiven für Berufspendler in Richtung Eschborn. Der umständliche Weg über das Nadelöhr Hauptbahnhof würde entfallen.

Steinbach könnte ebenfalls profitieren

Hier am Rande des Helfmann-Parks wäre ausreichend Platz für eine oberirdische U-Bahnhaltestelle.

Hier am Rande des Helfmann-Parks wäre ausreichend Platz für eine oberirdische U-Bahnhaltestelle.

Es braucht nicht viel Phantasie um darauf aufbauend weitere Nahverkehrsoptionen für Eschborn zu erkennen. Der Pendelbus vom Helfmann-Park zum Südbahnhof würde eine ganz neue Bedeutung erhalten. Wer weiterdenkt, dem kommt auch eine Verlängerung der U-Bahnlinie vom Helfmann-Park entlang der L 3006 nach Steinbach in den Sinn, mit einem zusätzlichen Haltepunkt in Höhe der Hunsrückstraße.Übrigens: Oberirdische Straßenbahn- bzw. U-Bahnschienen sind schnell und vergleichsweise kostengünstig zu realisieren, deshalb wurden in Frankfurt auch die jüngsten Linien 17 und 18 anderen Nahverkehrslösungen vorgezogen.

Die Lösung der Verkehrsfragen für den täglichen Eschborner Pendlerverkehr führt zwangsläufig in den Frankfurter Römer. Vielleicht sollte der Bau der „Siegessäule“ im Feld deshalb besser noch etwas warten.