Große Weltpolitik auf kleiner Bühne

Die internationale Konferenz der „Korean Friendship Association“ (KFA) wird dieses Jahr in Deutschland und zwar in Eschborn stattfinden. Vom 25. bis 27. Juli wollen sich nordkoreanische Diplomaten mit Vertretern von Unternehmen und Wissenschaft zu Wirtschaftsgesprächen treffen.

Gastgeber der Konferenz ist die Wählergemeinschaft „Die Linke“ aus Eschborn. Die Vertreter der nordkoreanischen Botschaft haben für den Samstag neben der Pressekonferenz im Rathaus auch einen öffentlichen Veranstaltungsteil geplant, mit dem Titel „Nordkorea zu Gast in Eschborn“. Hierbei soll es unter anderem einen Diavortrag geben. Die gesamte Konferenz selbst ist nicht öffentlich und wird von der KFA auf internationaler Ebene organisiert. Im vergangenen Jahr fand die Veranstaltung in Bukarest statt.

Der Bezug zu Eschborn geht auf die Initiative von Fritz-Walter Hornung zurück. Herr Hornung ist Stadtverordneter der Linken und besuchte im Jahr 2006 als Einzelreisender Nordkorea. Dabei entstand ein Reisetagebuch, das sich nach seinen Worten „zwar nicht feindselig, aber durchaus sehr kritisch“ mit dem Land auseinandersetzt.

Im November 2007 hatte die KFA die Einladung der Linken angenommen, ihre nächste Konferenz in Eschborn auszurichten.

In ihrer Pressemitteilung beschreiben die Gastgeber die „Korean Friendship Association“ wie folgt: „Die KFA ist eine internationale Organisation, die nach eigenem Verständnis offen für Vertreter aller weltanschaulichen, politischen und religiösen Einstellungen ist, vorausgesetzt, man akzeptiert das Ziel einer Wiedervereinigung der beiden Koreas und respektiert die politischen ‚Leaders‘ von Nordkorea, nämlich Kim Jong Il und den verstorbenen Präsidenten Kim Il Sung.“

Bürgermeister Wilhelm Speckhardt wird nach seinen Angaben nur als Gast beim Mittagessen an der Konferenz teilnehmen. Das Mittagessen findet übrigens in einem südkoreanischen Restaurant statt.


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