Eschborn. «Wir wollen eine bessere Sicherheitsarchitektur hier in Eschborn haben», sagt Mathias Geiger. Der Erste Stadtrat und Ordnungsdezernent arbeitet derzeit an einem Konzept zur Einführung einer eigenen Stadtpolizei. Bisher hat Eschborn eine sechsköpfige Ordnungspolizei, die hauptsächlich den ruhenden Verkehr überwacht. Den nächtlichen Kontrollgang über problematische Plätze übernimmt hingegen bisher ein privater Wachdienst.
Jugendpflege einbeziehen
Nach den Vorstellungen Geigers könnte das Ordnungsamt durch zwei bis drei zusätzliche Mitarbeiter eine Stadtpolizei aufbauen. Personen- und Fahrzeugkontrollen oder Platzverweise beispielsweise können vom Regierungspräsidium auf kommunale Ordnungskräfte übertragen werden, nicht aber auf private Sicherheitsdienste.
Die Stadtpolizisten sollen im Unterschied zu den derzeit eingesetzten Hilfspolizisten an der Landespolizeischule ausgebildet werden. Psychologische und soziale Kompetenz stehen ganz oben auf der Liste, damit die Ordnungshüter in kritischen Einsatzsituationen deeskalierend wirken können, erläutert der Erste Stadtrat. Weil es zunehmend Probleme mit jungen Menschen gebe, sollen die Stadtpolizisten, die nach seinen Worten «quasi kleine Sozialarbeiter» sind, auch eng mit der Jugendpflege zusammenarbeiten.
Bis Ende April soll das Detailkonzept fertig sein, das dann zur Beratung in der Stadtverordnetensitzung vorgelegt wird. Wenn alles glatt geht, wäre der Starttermin für Eschborns Stadtpolizei dann zum 1. Januar 2011.
(veröffentlicht im Höchster Kreisblatt am 05.02.2010)
